Beyond Rangoon * Rezension von Orlindo Frick

Kurz und knapp gesagt, handelt der Film von einer Frau (gespielt von Patricia Arquette), die ihren Urlaub im Fernen Osten verbringt, dort ihren Reisepass verliert und dadurch in eine äußerst verzweifelte Lage gerät. Meiner Meinung nach ist der Film recht gut gelungen, da die Geschichte sehr spannend und mit teils famosen Bildern inszeniert wurde. Mit Bestimmheit zumindest einen kleinen Blick wert! :)

CD-Bewertung

Wie so oft bei Soundtrack-Veröffentlichungen ist auch bei »Beyond Rangoon« nicht der komplette Score auf CD gepresst worden. Auch wenn die wichtigsten Cues bestimmt berücksichtigt wurden, so würde es für einen Filmmusik-Begeisterten bei diesem 100-Minuten-Film sicherlich noch einiges Lohnenswertes zu finden geben.

Das Booklet ist - wie von Milan gewohnt - äußerst informativ ausgefallen: Neben einer Kurzbiographie des Komponisten und ein paar Infos zum Score erfährt man noch einiges Wissenswertes über den Film selbst. Einzig das Fehlen von Bildern - mal abgesehen von einem schon etwas älteren Hans-Zimmer-Foto - könnte man bemängeln.

Score-Bewertung

Die Art des Scores von »Beyond Rangoon« schlägt zweifelsohne in die gleiche Kerbe wie der früher entstandene Soundtrack von »Rain Man«, da bei beiden eine recht exotische Instrumentierung im Mittelpunkt steht. In diesem Fall sind dies zum einen die Ethnic Pipes (Asiatische Flöten einer mir unbekannten Art, deren Klang dem der Panflöten sehr ähnlich ist), die meist als melodiegebende Stimme eingesetzt werden und zum anderen verschiedenste fernöstliche Percussion-Instrumente. Diese reichen von asiatischen Trommeln, über einfache Glockenbäume bis hin zu recht aufwändigen Stabinstrumenten. Diese werden hauptsächlich als Melodiebegleitung und für Geräuscheffekte verwendet, da die rhythmischen Passagen zum Beispiel für die Action-Szenen (wie üblich bei Zimmer) vom Computer respektive von den gespeicherten Samples erzeugt werden.

Das Hauptthema besteht aus einem einfach gestricktem Motiv, das aber außerordentlich gut zum Film passt und in den verschiedensten Variationen und Orchestrierungen seine Verwendung findet. Auch lässt Hans Zimmer ein von ihm sehr beliebtes Stilmittel wieder zum Einsatz kommen: Eine einzelne, beinahe zerbrechlich wirkende Frauenstimme. Diese erinnert in ihrer Art und Weise doch sehr an andere Kompositionen von Zimmer, so zum Beispiel an »The Prince Of Egypt« oder »Gladiator«. Vor allem dem erstgenannten Score ähneln einige Passagen aus »Beyond Rangoon« ungemein.

Wie schon erwähnt, ist auch bei diesem Zimmer-Score der Gebrauch von Synthie-Klängen recht hoch, dies wird aber mit Sicherheit nur eingefleischen Golden-Age-Fans negativ auffallen, da sie doch recht gekonnt mit dem live gespielten Material vermischt wurden.

Fazit: Empfehlenswert ist der Score mit Sicherheit denjenigen, denen der Film schon gefallen hat, da der Film wie so oft von dem Soundtrack profitiert und man daher sehr oft leichte Déjà-vu-Erlebnisse hat. Aber auch Freunden von exotischer Musik (die aber eine gewisse Sympathie für elektronische Klänge besitzen sollten :) könnte diese Zimmer-Kompostion gefallen. Die CD sollte zumindest über das Internet noch relativ leicht zu beschaffen sein.

Punkte: 8/10

Allgemeine Informationen

Titel:Beyond Rangoon
Komponist:Hans Zimmer
Jahr:1995
Soundtrack-Produzenten:Hans Zimmer und Adam Smalley
Label:Milan

Tracks

1Waters Of Irrawady
2Memories Of The Dead
3I Dreamt Of I Woke UpWritten by Hans Zimmer and Nick Glennie-Smith.
4Freedom For Fear
5Brother Morphine
6Our Ways Will Part
7Village Under Siege
8Beyond Rangoon

Gesamtlaufzeit: 38:45

Credits

Ethnic Pipes:Richard Harvey
Score Engineer:Paul Hulme
Digital God:Ian Sylvester
Orchestration By:Fiachra Trench and Nick Glennie-Smith
Conducted By:Nick Glennie-Smith
Additional Engineering:Michael Stevens
Assistant To Hans Zimmer:Marc Streitenfeld
Music Editor:Adam Smalley
Recorded At:The Snake Ranch and Air Studios, Lyndhurst, London

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